Der Labrador Retriever gilt als einer der beliebtesten Familienhunde überhaupt: verspielt, loyal und ständig in Bewegung. Genau dieser Bewegungsdrang und sein Appetit machen die Labrador-Ernährung anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick scheint.
Ich habe mir angeschaut, warum Labradore so anfällig für Übergewicht sind, und dabei ist mir aufgefallen, wie oft eine gut gemeinte Extraportion oder ein paar Leckerlis zu viel über Monate zu echten Gesundheitsproblemen führen können, von Gelenkbeschwerden bis Diabetes.
Ein Labrador hat durch seinen hohen Bewegungsdrang einen großen Energiebedarf, gleichzeitig aber einen Appetit, der sich kaum von selbst reguliert. Futter nach Gefühl zu dosieren, wird diesen Besonderheiten oft nicht gerecht. In diesem Ratgeber zeige ich dir, wie viel und wie oft du deinen Labrador füttern solltest, welche Futterart am besten zu ihm passt und wie du typischen Folgekrankheiten durch Übergewicht vorbeugst.
wie viel und wie oft du deinen Labrador füttern solltest
welche Futterart (Trockenfutter, Nassfutter oder Frischfutter) am besten zu ihm passt
welche Lebensmittel für Labradore tabu sind
wie du Übergewicht und typische Folgekrankheiten vorbeugst
warum frisch gekochtes Futter wie HelloBello für Labradore eine gute Lösung sein kann
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Warum ist der Labrador ernährungsphysiologisch eine Herausforderung? Welche Zutaten gehören in die Labrador-Ernährung? Diese Lebensmittel sind für Labradore tabu Woran erkenne ich eine gute Labrador-Ernährung? Trockenfutter, Nassfutter oder frisch gekochtes Hundefutter: Was passt am besten? HelloBello Frischfutter: Die ideale Labrador-Ernährung Häufige Fragen zum Thema Labrador-Ernährung (FAQ) Fazit: Labrador-Ernährung, die zum Energiebündel passt
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Warum ist der Labrador ernährungsphysiologisch eine Herausforderung?
Der Labrador wurde ursprünglich für die Jagd gezüchtet und ist dadurch fast immer in Bewegung. Er zeigt großen Arbeitswillen und Jagdtrieb und gilt dabei als besonders verspielt, freundlich und loyal. Genau diese Eigenschaften machen ihn zu einem beliebten Familienhund, der auch das Toben mit Kindern genießt.
Diese Aktivität hat ihren Preis: Der Labrador benötigt viel Auslauf und tägliche, möglichst abwechslungsreiche Bewegung. Ein großer Garten allein ersetzt keine ausgedehnten Spaziergänge, Spiele oder gezieltes Training. Entsprechend hoch ist auch sein Energiebedarf, und genau hier wird die Fütterung zur Herausforderung.
Labradore verfügen über einen beinahe unstillbaren Appetit, der sich kaum von selbst reguliert. Sie betteln häufig nach Futter und würden, ließe man sie gewähren, deutlich mehr fressen, als ihnen guttut.
Bello's Fakt:
Bei einem Teil der Labrador-Population wurde eine genetische Veränderung im sogenannten POMC-Gen nachgewiesen, die mit gesteigertem Appetit, stärkerer Futtermotivation und einem höheren Risiko für Übergewicht in Verbindung gebracht wird (Raffan et al., 2016). Das erklärt, warum manche Labradore trotz ausreichender Fütterung kaum satt wirken, ist aber kein Freibrief für unbegrenzte Portionen.
Welche Zutaten gehören in die Labrador-Ernährung?
Ob Nassfutter, Trockenfutter, BARF oder frisch gekocht: Labradore brauchen eine Ernährung mit hohem Fleischanteil, denn Fleisch ist für den aktiven Hund die wichtigste Proteinquelle. Welche Fütterungsart du wählst, hängt vor allem von den Vorlieben deines Hundes und deinem Alltag ab.
Neben Fleisch braucht dein Labrador kleinere Mengen Gemüse und Obst, die ihn mit Vitaminen und weiteren Nährstoffen versorgen. Getreide dagegen sollte nur in geringen Mengen vorkommen: Ein hoher Getreideanteil deutet oft auf eine minderwertige Futterqualität hin und wird deinen Labrador langfristig nicht zufriedenstellen. Achte außerdem darauf, dass das Futter frei von Zucker sowie künstlichen Zusatz- und Aromastoffen ist.
Diese Lebensmittel sind für Labradore tabu
Labradore sind in der Regel nicht wählerisch und verspeisen mit Begeisterung so ziemlich alles, was ihnen vor die Nase kommt, leider auch Dinge, die ihnen nicht guttun. Giftig sind vor allem:
Schokolade
Walnüsse
Rosinen und Trauben
Knoblauch und Zwiebeln
Pilze
Auch Milchprodukte vertragen viele Hunde nicht besonders gut. Nach Käse, Milch oder Joghurt bekommen Labradore häufig Bauchweh, Blähungen oder Durchfall. Verträgt dein Hund Milchprodukte nachweislich gut, kannst du ihm gelegentlich kleine Mengen davon geben.
Bello's Tipp:
Schon kleine Mengen Trauben, Rosinen oder Zwiebeln können bei Hunden zu ernsthaften Vergiftungen führen. Bewahre solche Lebensmittel für deinen Labrador unerreichbar auf, gerade weil er selten wählerisch ist (Cortinovis & Caloni, 2016).
Woran erkenne ich eine gute Labrador-Ernährung?
Einen gut ernährten Labrador erkennst du meist auf den ersten Blick: Sein Fell glänzt und wirkt gepflegt, die Haut ist frei von Schuppen oder Reizungen, und sein Kot ist fest und unauffällig. Ein gesunder Hund zeigt insgesamt einen vitalen Eindruck und verströmt keinen unangenehmen Geruch.
Auch das Gewicht ist ein wichtiger Indikator und sollte zu Größe und Statur passen. Ein optimal ernährter Labrador hat Freude an Bewegung, zeigt Ausdauer und eine natürliche Spielfreude. Weil die Rasse zu Übergewicht neigt, lohnt sich eine regelmäßige Gewichtskontrolle: Bei kritischen Werten kannst du mit angepasster Futtermenge oder zusätzlichen Spaziergängen früh gegensteuern.
Macht sich eine falsche oder einseitige Ernährung bemerkbar, zum Beispiel durch stumpfes Fell, Hautprobleme, Juckreiz oder Haarausfall, solltest du das immer tierärztlich abklären lassen.
Trockenfutter, Nassfutter oder frisch gekochtes Hundefutter: Was passt am besten?
Bei der Wahl der passenden Futterart lohnt sich ein genauerer Blick auf Vor- und Nachteile.
Trockenfutter
Ein Labrador kann problemlos mit Trockenfutter gefüttert werden, allerdings in kleineren Portionen als bei Nassfutter, da es deutlich energiereicher ist. Bei Welpen und Senioren lohnt es sich, das Trockenfutter vorher in Wasser einzuweichen. Trockenfutter ist aber nicht immer die beste Wahl: Viele Sorten enthalten einen hohen Getreideanteil sowie künstliche Zusatz- und Aromastoffe, und durch die Herstellung bei hohen Temperaturen gehen wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente verloren. Zudem nehmen Hunde über Trockenfutter deutlich weniger Flüssigkeit auf, was bei Labradoren mit ihrer Neigung zu Gelenkproblemen und Nierenbelastung zusätzlich ins Gewicht fallen kann.
Nassfutter
Hochwertiges Nassfutter kommt bei den meisten Labradoren gut an. Da es einen Feuchtigkeitsanteil von bis zu 70 Prozent hat, brauchst du davon größere Portionen als bei Trockenfutter. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste: Viele Nassfutter-Sorten enthalten tierische Nebenerzeugnisse, Zucker oder Geschmacksverstärker, und die lange Haltbarkeit wird oft nur durch Konservierungsstoffe oder starke Erhitzung erreicht, wodurch Nährstoffe verloren gehen. Wird ein Labrador dauerhaft nur mit minderwertigem Nass- oder Trockenfutter gefüttert, können auf Dauer gesundheitliche Probleme entstehen, etwa:
Übergewicht durch versteckte Füllstoffe und minderwertige Zutaten
Hautreizungen und Unverträglichkeiten durch künstliche Zusätze
ein geschwächtes Immunsystem durch den Verlust natürlicher Vitamine
Zahnprobleme oder eine empfindliche Verdauung durch einseitige Ernährung
Frisch gekochtes Futter
Frisch gekochtes Futter kann eine gute Entscheidung für die Gesundheit und Lebensfreude deines Labradors sein. Es liefert natürliche, schonend gegarte Zutaten und behält dadurch mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente als stark verarbeitetes Trocken- oder Nassfutter.
Gerade für Labradore bringt frisch gekochtes Futter einige Vorteile:
Passt zum hohen Energiebedarf: hochwertiges Fleisch als Hauptproteinquelle unterstützt Muskeln und Ausdauer
Abwechslungsreich und schmackhaft: frische Zutaten riechen und schmecken intensiver, ein Pluspunkt bei futtermotivierten Labradoren
Leicht verdaulich: schonend gegartes Gemüse, hochwertige Öle und frische Proteine belasten den Magen-Darm-Trakt weniger
Kontrollierte Portionsgrößen: besonders hilfreich bei Labradoren mit Übergewichtsneigung, da sich Mahlzeiten individuell portionieren lassen
Weiche Konsistenz: angenehm für Hunde mit Zahnproblemen oder ältere Labradore, die nicht mehr so kräftig kauen
Da es im Alltag oft schwierig ist, regelmäßig selbst frisch zu kochen, kann ein fertiges Frischfutter-Abo wie HelloBello eine praktische Alternative sein.
HelloBello Frischfutter: Die ideale Labrador-Ernährung
HelloBello Frischfutter wird tierärztlich entwickelt, besteht aus frischen, hochwertigen Zutaten und wird schonend gekocht. Es liefert deinem Hund wichtige Nährstoffe, die glänzendes Fell, gesunde Haut und ein funktionierendes Immunsystem unterstützen können, ohne künstliche Zusätze oder minderwertige Füllstoffe. Gleichzeitig lassen sich die Portionen individuell anpassen, was dir hilft, Übergewicht vorzubeugen.
Perfekte Portionsgrößen: individuell auf Gewicht, Alter und Aktivität deines Labradors abgestimmt
Hochverdauliche Zutaten: schonend gegartes Fleisch mit gut verträglichen Beilagen und frischem Gemüse
Tierärztlich entwickelt: abgestimmte Rezepturen, du musst nichts selbst ausbalancieren
Ohne künstliche Zusatzstoffe: frei von unnötigen Füllstoffen, dadurch für viele Labradore gut verträglich. Bei bekannten Unverträglichkeiten sprich das zusätzlich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt ab.
Flexibel im Abo: Rezepte und Portionen lassen sich bei Bedarf anpassen
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Häufige Fragen zum Thema Labrador-Ernährung (FAQ)
Wie oft sollte ich meinen Labrador füttern?
Für ausgewachsene Labradore eignen sich in der Regel zwei feste Mahlzeiten am Tag. Welpen brauchen mehrere kleinere Portionen über den Tag verteilt, da ihr Magen noch kleiner ist.
Warum neigen Labradore so stark zu Übergewicht?
Labradore haben einen sehr ausgeprägten Appetit, der bei einem Teil der Population auch genetisch bedingt ist. Ohne kontrollierte Futtermenge und ausreichend Bewegung nehmen sie deshalb leicht zu (Raffan et al., 2016).
Welche Lebensmittel sind für Labradore giftig?
Tabu sind unter anderem Schokolade, Walnüsse, Rosinen, Trauben, Knoblauch, Zwiebeln und Pilze. Schon kleine Mengen können ernsthafte Vergiftungen auslösen.
Was passiert, wenn ein Labrador dauerhaft überfüttert wird?
Neben Übergewicht steigt langfristig das Risiko für Folgeerkrankungen wie Arthrose oder Diabetes. Eine bekannte Langzeitstudie zeigte bei knapp bedarfsdeckend gefütterten Labradoren ein geringeres Arthroserisiko und eine höhere Lebenserwartung (Kealy et al., 2002).
Kann ich meinen Labrador barfen?
Ja, allerdings nur mit genauer Kenntnis seines Nährstoffbedarfs und idealerweise in Abstimmung mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt, da selbst zusammengestellte Rationen häufig unausgewogen sind.
Ist HelloBello Frischfutter für Labradore geeignet?
Ja. HelloBello wird tierärztlich entwickelt, schonend gekocht und lässt sich individuell auf Gewicht, Alter und Aktivität deines Labradors abstimmen, was gerade bei seiner Neigung zu Übergewicht hilfreich ist.
Fazit: Labrador-Ernährung, die zum Energiebündel passt
Ein Labrador ist unkompliziert im Wesen, aber anspruchsvoll bei der Futtermenge. Kontrollierte Portionen, hochwertige Zutaten mit hohem Fleischanteil und regelmäßige Bewegung machen den Unterschied zwischen einem Hund, der nur satt ist, und einem, der wirklich gesund und fit bleibt. Behalte Gewicht, Fell und Kotbeschaffenheit deines Labradors regelmäßig im Blick und sprich bei anhaltenden Auffälligkeiten immer mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.
Anita Lorber
Quellen:
Cortinovis, C., & Caloni, F. (2016). Household food items toxic to dogs and cats. Frontiers in Veterinary Science, 3, 26. https://doi.org/10.3389/fvets.2016.00026
Freeman, L. M., Chandler, M. L., Hamper, B. A., & Weeth, L. P. (2013). Current knowledge about the risks and benefits of raw meat-based diets for dogs and cats. Journal of the American Veterinary Medical Association, 243(11), 1549–1558. https://doi.org/10.2460/javma.243.11.1549
Kealy, R. D., Lawler, D. F., Ballam, J. M., Mantz, S. L., Biery, D. N., Greeley, E. H., Lust, G., Segre, M., Smith, G. K., & Stowe, H. D. (2002). Effects of diet restriction on life span and age-related changes in dogs. Journal of the American Veterinary Medical Association, 220(9), 1315–1320. https://doi.org/10.2460/javma.2002.220.1315
Raffan, E., Dennis, R. J., O’Donovan, C. J., Becker, J. M., Scott, R. A., Smith, S. P., Withers, D. J., Wareham, N. J., Farooqi, I. S., & O’Rahilly, S. (2016). A deletion in the canine POMC gene is associated with weight and appetite in obesity-prone Labrador retriever dogs. Cell Metabolism, 23(5), 893–900. https://doi.org/10.1016/j.cmet.2016.04.012